Ein NEUES Volksbegehren zu Tempelhof
Tempelhof hat sich doch längst erledigt - oder?

Liebe Berlinerinnen und Berliner,

NEIN! Tempelhof ist lebendiger als je zuvor. Der tägliche Besucheransturm im Zentralflughafen zeigt, wie sehr die Berliner an ihrem Flughafen interessiert sind. Da macht ein NEUES Volksgebehren Hoffnung, dass der Flughafen doch noch gerettet werden kann. Quelle: Bild.de

Und richtig ist auch:

Der Flughafen Tempelhof ist geschlossen, ABER NOCH NICHT ENTWIDMET!!!


Warum macht ein neues Volksbegehren zu Tempelhof jetzt schon wieder Sinn?

Die beiden letzten Antonovs auf dem Flughafen Tempelhof. Foto: Ingo Heine
23./24.11.2008 - Letzte Nacht einer Maschine der Air Tempelhof auf dem Zentralflughafen Berlin-Tempelhof.

Am 27. April 2008 hat die ICAT e.V. (Interessen- gemeinschaft City Airport Tempelhof e.V.) das Volksbegehren "Tempelhof bleibt Verkehrs- flughafen" zur Abstimmung gebracht und verloren. Die Beschlussvorlage lautete damals:

Der Stadtflughafen Tempelhof ergänzt und entlastet den Verkehrsflughafen Berlin-Brandenburg International (BBI). Der Berliner Senat wird aufgefordert, sofort die Schließungsabsichten aufzugeben und den Widerruf der Betriebs- genehmigung aufzuheben. Tempelhof muss Verkehrsflughafen bleiben!“

Den Flughafen Tempelhof auf die Liste der UNESCO um es als Weltkulturerbe zu bewahren

Anlieferung von 50.000 Briefwahlunterlagen für das Volksbegehren Abwahl-Wowereit und Weltkulturerbe Flughafen Tempelhof im Postverteiler
03.12.08 - In 125 Postkisten lieferten St. Dudzus, P. Weber und J. Dubiel das Volksbegehren  "Weltkulturerbe" an einen Berliner Verlag, um 50 000 Haushalte zu erreichen.

Das neue Volksbegehren ist verbindlich als GESETZ formuliert und will letztendlich das gleiche ZIEL erreichen, wie die ICAT. Aber die Verfassung von Berlin gestattet nur jeweils ein Volksbegehren zu einem Thema während einer Legislaturperiode. Daher formulierten wir unseren Volksentscheid gänzlich anders. Wir fordern die Rückführung des Flächen- nutzungsplans auf den Stand von 1984, wollen das gesamte Areal des Tempelhofer Feldes unter Denkmalschutz stellen und verpflichten den Senat, alles zu unternehmen, damit der älteste Airport der Welt zum Weltkulturerbe ernannt wird. Somit wären die Bebauungspläne des Senats vereitelt und die drohende Entwidmung ad absurdum geführt.

Allerdings wird von Tempelhof kein Linienflugverkehr mehr stattfinden. Kein Flieger wird mehr die EU-Abgeordneten nach Brüssel oder Beamte im Stundentakt nach Köln-Bonn befördern. Er wird mit großer Wahrscheinlichkeit nie mehr als Verkehrsflughafen zugelassen. Jedoch ist unser Denkansatz auch hier ein anderer.

Wir fordern heute, den Flugbetrieb unter dem Status eines Sonderflughafens bzw. Sonderlandeplatzes zuzulassen. Dieser Status ermöglicht es Berlin, den Flugplatz Tempelhof als Regierungs-, Rettungs- und Geschäftsflughafen nutzen zu können, ohne die Flughafengegner über Gebühr zu strapazieren oder den Ausbau des Flughafens BBI zu gefährden. Aber ein funktionierender Sonderflughafen wird einen entscheidenden Beitrag zur Berliner Wirtschaft leisten und somit tausende von Arbeitsplatzen in dieser Stadt erhalten. Die vom Senat und dem Regierenden Bürgermeister Wowereit prognostizierten Arbeitsplätze wird es zwar in Schönefeld nie in dem Ausmaß geben wie er sie uns versprochen hat, aber wir Berliner sind es ja gewohnt, von unseren lokalen Alphatierchen der Politik angelogen zu werden.

Hier einige Vorteile eines City-Airports in Berlin

A.) Regierungsflughafen

    Geschäftsreiseflugzeug auf dem Weg zum Start in Tempelhof
    Business-Jets und Taxiflüge in Tempelhof verkürzen die Wege der Entscheidungsträger wesentlich. Gegenüber BBI beträgt der Zeitvorteil ca. 90 bis 120 Minuten.
  • Tempelhof als Regierungsflughafen ist ideal für die Flugbereitschaft der Bundesregierung. Dicht an der Schaltzentrale der Macht, nah an den Regierungsvertretern vermeidet eine Stationierung jährliche Leerflüge von ca. 300.000 km (das entspricht ca. 7,5 Erdumrundungen!);

  • Staatsgäste landen citynah und gelangen auf kürzestem Weg schnell in das Regierungsviertel;

  • Die kurze Wege der Staatsgäste reduziert auch das Risiko von Terroranschlägen und schützt somit auch das Leben der die Staatsgäste begleitenden Berliner Polizeibeamten;

  • Berlins Autofahrer werden entlastet, da umfangreiche Straßensperrungen beim Geleitschutz der Gäste entfallen.

B.) Rettungs- und Geschäftsflughafen

  • Täglich finden mehrere Flüge mit Organtransporten von und nach Berlin statt. Der schnelle Transport des Ärzteteams sowie die unverzügliche Entnahme als auch Transplantation der Organe ist von entscheidender Bedeutung für das Leben der Patienten. Selbst die gute Anbindung über die Berliner Stadtautobahn in den Wedding zum Deutschen Herzzentrum gewährleistet bei späterem Vollbetrieb des neuen Flughafens Berlin-Brandenburg International keine reibungslose Fahrt. Schon heute ist die südliche Stadtautobahn bis zum Jakob-Kaiser-Platz während des Berufsverkehrs an der Grenze des Belastbaren. Wegzeiten zwischen dem Flughafen BBI in Schönefeld und dem Herzzentrum können dann, bei sonst hindernissfreier Fahrt, eine Stunde dauern. Sollte sich dann noch ein Unfall ereignet haben oder eine Baustelle existieren, dann darf davon ausgegangen werden, dass eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit besteht, dass das zu transplantierende Organ "schlecht" geworden ist und für eine Transplantation ungeeignet ist. Operation gelungen - Patient tot!

  • Der Begriff "Ausweichflughafen" ist bisher von den gleichnamigen Kollegen des Aktionsbündnisses missverständlich benutzt worden. Zur Erklärung: Unter einem Ausweichflughafen verstehen Piloten einen Flughafen, den sie als Alternative anfliegen, sollte der ursprüngliche Zielflughafen gleich aus welchem Grund nicht angeflogen werden können. Da die Piloten bereits bei ihrer Flugvorbereitung eine Alternative einplanen müssen, muss sichergestellt sein, dass der "Alternative Flughafen" in Betrieb ist - dass heißt, dass bei der voraussichtlichen Ankunftszeit in BBI der Flughafen Tempelhof als Ausweichmöglichkeit zur Verfügung steht. Das wiederum setzt voraus, dass der Flughafen regelmäßige Betriebszeiten hätte, wo jederzeit gelandet werden könnte. Das ist NICHT gemeint. Ein solcher Flughafen wäre ein Verkehrsflughafen, und über einen Verkehrsflughafen Tempelhof wurde bekanntermaßen bereits im April mit negativem Erfolg abgestimmt.

    Die Kollegen des Aktionsbündisses meinen vielmehr, dass unter der Voraussetzung das der Flughafen Tempelhof mit dem Status eines Sonderflughafens und eines militärischen Flugbetriebes sich eine Betriebszeit quasi aus der 24 stündigen Bereitschaft der Regierungsstaffel ableiten ließe. Nur unter diesem Gesichtspunkt formulierten sie einen "Ausweichflughafen" mit dem Ziel, im Falle einer akuten Notlage in BBI, die eine Landung nicht zulässt und eventuell nicht ausreichenden Sprit-Reserven des Flugzeuges für einen gefahrlosen Weiterflug, z.B. nach Leipzig oder Dresden, hier der Flughafen Tempelhof als Ausweichmöglichkeit in Betracht kommt.

Die Genehmigungen für Geschäftsflüge könnten übergangsweise von der IHK-Berlin erteilt werden, bis ein neuer Betreiber gefunden wurde. Eine erste Bewerbung liegt bereits vor.

Die Details zu jedem Punkt des Volksbegehrens, siehe Menüpunkte oben rechts.

Sie sind nicht machtlos! Sie können etwas ändern! Ihre Stimme hat Gewicht - aber dazu müssen Sie Ihre Stimme in die Waagschale geben.


Deshalb unsere Bitte:
Unterstützen Sie mit Ihrer Unterschrift unsere Absicht, einen neuen Volksentscheid über Tempelhof so schnell wie möglich herbeizuführen, damit er gemeinsam mit der Bundestagswahl 2009 zur Abstimmung kommt. Dann werden wir den Erfolg haben: Tempelhof bleibt - und Wowi fliegt!


Mit wachrüttelnden Grüßen
Ihr
Stefan Klaus Dudzus
Bürgerinitiative Be-4-Tempelhof e.V.
Vorstandsvorsitzender

Download des Unterstützungsformulars zum Volksbegehren

Weltkulturerbe und Denkmalschutz
Flughafen Tempelhof (PDF)

Der Flughafen Tempelhof wird Weltkulturerbe
Das Ökosystem und das Tempelhofer Feld bleiben erhalten
Warum die Tempelhoffrage noch immer nicht entschieden ist
DasNEUEVolksbegehren ist am 05. Dezember 2008 gestartet
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